Südamerikanische Zwergbuntbarsche

 

Kakadu- Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides)

Dieses hier gezeigte Männchen lebte bis vor kurzem mit zwei Weibchen in einem Aquarium mit ca. 80 Liter Wasservolumen. Zu den  Einrichtungsgegenständen gehörten verschiedene kleinere Wurzeln und einige kleine Blumentöpfe in die ich ein kleines Loch mit einem Hammer schlug, damit die Weibchen durchschlüpfen konnten. Als Bepflanzung wurde nur Javamoos (Vesicularia dubyna) verwendet, dass sich jedoch auf allem nieder lies das sich ihm in den Weg stellte. Nach einigen Tagen hatten sich die Revierstreitigkeiten zwischen den Weibchen gelegt und jedes bezog einen der kleinen Blumentöpfe. Als Wasser verwendete ich nur normales Leitungswasser mit den Werten PH  7,8 und dH 9 das ich nur durch einen kleinen Torfballen in einem Damenstrumpf ansäuere.

 

Nach ca. 3 Wochen brachte eins der beiden Weibchen ca. 20 Junge zum Vorschein. Doch diese waren so klein, so dass ich sie sehr selten zu sehen bekam. Das zweite der beiden Weibchen brachte etwa eine Woche später ihren kleinen Schwarm mit etwa 10-15 Jungtieren ans Tageslicht. Eine interessante Sache fiel mir auf. Jedes der beiden Weibchen stiehlt bei jeder Gelegenheit dem anderen ein Teil der Jungen und brachte sie zu den Eigenen. Doch nach etwa einem Monat besaß jedes der beiden Weibchen nur noch einen Bruchteil seiner Jungen. Das verschwinden der Jungtiere konnte nicht am Futter liegen. Nach längeren Beobachtungen konnte ich feststellen, dass das Männchen den Jungen nachstellte. Doch nach dem Herausfangen wurde das Gleichgewicht im Aquarium gestört und die Weibchen bekämpften sich permanent. o das ich die noch übrig gebliebenen Jungen mit einem Schlauch absaugte und separat aufzog.

 

(Apistogramma nijsseni)

Dieser Zwergbuntbarsch gehört wohl zu den schönsten der Familie der Apistogramma Arten. Sein interessantes Aussehen und seine Friedlichkeit gegenüber anderen Aquarienbewohnern erlaubt es Ihn auch in kleineren Aquarien ab 60 cm zu halten. Die reine Paarbindung ist untypisch für Apistogramma Arten die eher in einer Vielehe (1Männchen mit mehreren Weibchen) leben. Sein Brutverhalten ähnelt seinen Verwandten doch sehr. Das Weibchen legt in einer Höhle ca. 30-50 Eier ab. Die Jungen schlüpfen nach 48 Stunden und nach weiteren 120-130 Stunden schwimmen Sie frei. Als erste Nahrung geben Sie frisch geschlüpfte Artemia Nauplien. Das Weibchen kümmert sich um den Nachwuchs und das Männchen um das Revier.

 

Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch (Papiliochromis altispinosa)

Diese nicht so bekannte Schmetterlingsbuntbarsch Art pflege ich schon etliche Jahre ohne irgendwelche Verluste zu erleiden, was ich bei Papiliochromis ramirezi nicht behaupten kann. Als ich mir vor etwa 3 Jahren einige Jungtier erwarb konnte man noch nicht ahnen, dass aus diesen unscheinbaren Tieren so wunderschöne Exemplare heranwachsen würden. Aus meiner Jungtierschar erhielt ich 2 Paare und 2 Weibchen (die ich einem Bekannten schenkte). Diese 2 Paare trennte ich um Streitigkeiten von vorne weg zu vermeiden.

 

Das eine Paar laichte in meinem großen Gesellschaftsbecken und zog sogar Junge darin auf. Das andere Paar versuchte sich auch mit dem Nachwuchs, doch Junge kamen nie dabei raus. Falls Sie mal solche Jungtiere irgendwo finden sollten, erschrecken Sie nicht an der Farblosigkeit dieser Tiere denn Ihr volles Farbenkleid bekommen Sie erst im ausgewachsenen Alter.

 

 

Nicaragua-Buntbarsch (Cichlasoma nicaraguense)

Dieser Buntbarsch ist wegen seiner doch recht enormen Größe von Männchen ca. 20cm und Weibchen ca. 13-15cm erst ab Becken von Mindestens 150cm Länge zu Pflegen. Als ich mir vor etwa 2 Jahren eine Gruppe von 8 Tieren mit etwa 5cm kaufte, entschloss ich mich diese Tiere aufzuziehen und daraus ein Paar zu behalten.

Die Tier kannten kein Sättigungsgefühl und dementsprechend wuchsen sie auch recht schnell. Leider hatte ich in dieser Gruppe einen sehr hohen Weibchenanteil so das ich am Ende 6 Weibchen und 2 Männchen hatte. Das dominanteste Paar durfte bleiben und die restliche Tiere wurden dann schritt für schritt aus dem Becken entfernt und an interessiere Aquarianern weitergegeben. Die Tiere waren zu diesem Zeitpunkt Männchen etwa 12cm und Weibchen ca. 9-10cm groß. Kurz nachdem das auserwählte Pärchen allein in Aquarium war konnte ich feststellen das  die beiden recht ängstlich waren und dies sich bis heute nicht geändert hat. Naja es vergingen etwa 3-4 Wochen und die beiden gruben ein Teil des Aquarium um. Im Zentrum dieser Baumaßnahmen befand sich eine Höhle die eigentlich für meine L-Welse vorgesehen war. Doch den beiden gefiel diese Tonhöhle so gut das sie in dieser gelaicht haben. Von der einen Seite des Aquarium konnte man mit Hilfe einer Taschenlampe wunderbar in diese Höhle schauen und da lagen etwa 120 Eier auf dem Höhlenboden. Über die Brutpflege war ich nicht wirklich begeistert da  das Weibchen sich nur vor die Höhle stellte und etwas mit Ihren Flossen fächelte. Bisher kannte ich die Brutpflege nur von meinen Zwergbuntbarschen, Skalaren und Diskusfischen, die sich aufopfernd um Ihr Gelege kümmerten. Naja andere Fische andere Sitten. Bis heute hat sich jedoch diese Bruttechnik nicht verbessert, jedoch schaffen Sie es immer eine recht beträchtliche Anzahl an Jungfischen zum freischwimmen zu bringen.