Guppy „Anfänger oder Profifisch“????
Jeder Aquarianer kam oder kommt zu
irgendeinem Zeitpunkt mit einem Guppy (Poecilia reticulata) oder auch
Millionenfisch genannt in Kontakt. Diese Fische haben einen unglaublichen
Beliebtheitsgrad in unserer Aquaristik eingenommen, so dass man ihn heutzutage
in den verschiedensten Farben und Formen in den Zoofachgeschäften antrifft. Als
diese unscheinbaren Fische vor einigen Jahrzehnten nach Europa kamen, konnte
noch keiner ahnen das er einer der beliebtesten Aquarienbewohner unserer Zeit
wird. .
Als ich wie schon bei der Einleitung beschrieben habe mit der Aquaristik anfing, erwarb ich damals einige Tiere unterschiedlicher Farben und Formen die sich dann auch sehr fruchtbar bei mir vermehrten. Bei den Jungtieren konnte man eine Vielzahl von Farbkombinationen sehen, dass durch das vermischen von verschieden Farbschlägen zustande kam.
Einige Jahre später erwarb ich mir auf einer Zierfischbörse einen angeblich reinen Farbschlag. Die Männchen hatten schwarze Körper und eine blutrote Schwanzflosse und die Weibchen waren eher gleichmäßig schwarz gefärbt. Diese Farbkombination gefiel mir so gut, dass ich damals 3 Männchen und 5 Weibchen in ein 60cm Aquarium überführte. Auf Nachwuchs musste ich nicht lange warten den schon am nächsten Tag gebar eins der Weibchen etwa 20 Jungfische. Nach etwa 3-4 Monaten schwammen ca. 200 halbstarke Guppys in diesem Aquarium, dieses mittlerweile überbesetzt war.

Doch zu meinem entsetzen musste ich feststellen, dass die heranwachsenden Guppys allen nur nicht Ihren Vätern glichen. Ein guter Bekannter erzählte mir zu diesem Zeitpunkt, dass viele Züchter die reine Zuchtstämme hielten Ihre Tiere also Männchen und Weibchen nie am gleichen Tage auf einer Fischbörse verkauften. Dies konnte ich am Anfang nicht glauben, doch was in meinem Aquarium schwamm war der lebende Beweis.
Durch langes suchen konnte ich zu meinen Männchen auch die passenden Weibchen finden. Die Jungen glichen sich wie ein Ei dem anderen und meine Zucht konnte sich sehen lassen
1 ½ Jahre später bemerkte ich, dass meine Männchen immer kleiner und farbloser wurden. Von dieser Kleinwüchsigkeit hatte ich schon in der Fachpresse gelesen doch ernst genommen habe ich sie nie. Sofort besuchte ich die Bibliothek um diesem Kleinwuchs gegenzusteuern. In einem Buch über Lebendgebärende Zahnkarpfen las ich das Kleinwuchs, Farbblässe und Kränklichkeit erste Anzeichen eines zu hohen Inzuchtgrades sei und unbedingt neue Tiere eines anderen Zuchtstammes eingekreuzt werden sollten. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich keinen der den gleichen Farbschlag hielt wie ich und entschloss mich meine ganzen Tiere zu verkaufen.

Jahre später, es war auf einer großen Fischmesse in Friedrichshafen fand ich einen Guppystamm Namens Endler`s Guppy. Von diesen kleinen aber jedoch sehr Farbintensiven Tieren nahm ich mir 3 Paar nach Hause mit und entließ Sie in ein 60cm Aquarium indem einige Metallpanzerwelse Corydoras aeneus) lebten. Diese kleinen Juwelen vermehrten sich nicht so schnell wie die bisher gehaltenen Guppystämme, da die Weibchen je nach Größe zwischen 5 und 15 Jungtiere warfen.